Der wahre Preis der eigenen vier Wände: Diese Zusatzkosten sollten Käufer kennen
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Viele Immobilienkäufer richten ihren Blick vor allem auf den Kaufpreis – und erleben später ein böses Erwachen. Denn Notarhonorar, Grunderwerbsteuer und weitere Posten kommen fast immer obendrauf. Diese sogenannten Kaufnebenkosten summieren sich schnell auf einen fünfstelligen Betrag und sollten von Anfang an in die Finanzplanung einbezogen werden.
Versteckte Kosten beim Immobilienkauf: Ein Überblick
Beim Erwerb eines Hauses oder einer Wohnung in Blaustein, Neu-Ulm, Ulm und dem Alb-Donau-Kreis kommen oft noch weitere Ausgaben hinzu, die über den eigentlichen Kaufpreis hinausgehen. „Neben dem Kaufpreis fallen häufig zusätzliche Kosten an, die durch gesetzliche Vorgaben und Marktgepflogenheiten entstehen“, erklärt Ernst Haible, Geschäftsführer von „Ernst Haible – Finanzierung und Immobilien“. Der größte Teil dieser Kosten ist die Grunderwerbsteuer, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist. Notar- und Grundbuchgebühren sind ebenfalls unvermeidlich, um den rechtlichen Eigentumsübergang zu vollziehen, und belaufen sich auf etwa zwei Prozent des Kaufpreises.
Ist ein Makler beteiligt, wird eine Provision fällig. „Auch wenn Käufer und Verkäufer sich diese seit der Neuregelung teilen, bleibt sie ein bedeutender Kostenfaktor“, so Sabine Haible, Mitgeschäftsführerin des Unternehmens. Diese Kosten sollten in der finanziellen Planung berücksichtigt werden.
Finanzielle Weitsicht: Planung der Nebenkosten
Die Finanzierung der Nebenkosten durch Banken ist meist begrenzt. „Ein solides Eigenkapital ist entscheidend, um die zusätzlichen Kosten mühelos zu decken“, rät Ernst Haible. Experten empfehlen, die Nebenkosten aus eigenen Mitteln zu bestreiten und auch für den Kaufpreis selbst über genügend Eigenkapital zu verfügen.
Wer die Nebenkosten aus dem laufenden Einkommen bestreiten muss, könnte schnell an finanzielle Grenzen stoßen, insbesondere im sensiblen Zeitraum des Immobilienerwerbs. „Eine gute Eigenkapitalbasis verbessert die Darlehenskonditionen und reduziert die langfristige Zinsbelastung“, betont Sabine Haible.
Unvorhergesehenes einplanen: Ein finanzielles Polster schaffen
Neben den klar definierten Nebenkosten sollten auch weniger offensichtliche Ausgaben berücksichtigt werden. Dazu gehören Kosten für Gutachten, Umzüge oder erste Renovierungen. „Gerade bei älteren Immobilien zeigt sich oft erst nach dem Kauf, wo weiterer Finanzbedarf besteht“, warnt Ernst Haible.
Ein finanzielles Polster kann helfen, unerwartete Ausgaben problemlos zu bewältigen. „Wer großzügig kalkuliert, kann auch bei überraschenden Ereignissen einen kühlen Kopf bewahren“, fügt Sabine Haible hinzu.
Unsicher, welche zusätzlichen Kosten auf Sie zukommen? Wir klären Sie in einem persönlichen Gespräch über alle relevanten Posten auf und unterstützen Sie bei der realistischen Budgetplanung. Kontaktieren Sie uns, um finanziell gut vorbereitet in den Immobilienkauf zu starten.
Hinweise:
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s Sora
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